17. Spieltag – Zuhause gegen Bielefeld

Hertha B.S.C. vs. DSC Arminia Bielefeld – 1:1 (0:0)

Wann?Freitag, 19.12.2025, 18:30 Uhr
Wo?Olympiastadion Berlin
Schiedsrichter:Jarno Wienefeld
Zuschauer:44.968, darunter ca. 4.500 Gäste
Blick auf den Gästeblock – ziemlich viele Menschen aus einer nicht existierenden Stadt 😜 (privat)

Die erste Halbzeit gehörte weitgehend unserer Alten Dame. Bereits früh prüfte Linus Gechter mit einem wuchtigen Distanzschuss die Aufmerksamkeit der Gäste (6.). Kurz darauf setzte Kapitän Fabian Reese immer wieder Akzente auf der linken Seite, verpasste mit einem feinen Schlenzer jedoch knapp die Führung (16.).

Die beste Möglichkeit hatte Luca Schuler nach starkem Zuspiel von Reese, traf den Ball im Zentrum aber nicht sauber (27.). Bielefeld blieb lange harmlos und kam nur nach einem Hertha-Ballverlust zu einer nennenswerten Chance, die Tjark Ernst sicher entschärfte (34.). Kurz vor der Pause hatte Reese die Führung auf dem Fuß, scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch an Arminia-Keeper Jonas Kersken (39.). Zur Halbzeit blieb das 0:0 aus Hertha-Sicht schmeichelhaft für die Gäste.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hertha die aktivere Mannschaft. Cuisance kam nach starker Vorarbeit von Karbownik zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp (62.). Fünf Minuten später dann endlich der verdiente Lohn: Nach einem schnellen Angriff über rechts zog Marten Winkler an, legte zurück auf Paul Seguin, dessen Schuss aus der Distanz abgefälscht den Weg ins Tor fand. Der erste Hertha-Treffer von Seguin – und die hochverdiente Führung (67.).

In der Schlussphase wurde die Partie zunehmend hektischer. Die Rote Karte gegen Toni Leistner wegen einer Notbremse schwächte Hertha zusätzlich (85.) – eine viel zu harte, aber nicht korrigierte Entscheidung, da wäre der VAR mal hilfreich gewesen. In Unterzahl verteidigten die Blau-Weißen mit großem Einsatz. Tjark Ernst hielt in der 90.+5 Minute mit einer starken Parade die Führung fest, doch eine Minute später folgte der Schock: Russo nutzte eine Unachtsamkeit im Strafraum und traf mit einem sehenswerten Schlenzer zum 1:1-Ausgleich (90.+6).

Der Punkt fühlt sich nach Spielverlauf wie zwei verlorene an. Nun geht es in die Winterpause – mit dem Wissen, dass die Leistung stimmt, aber die Effizienz noch Luft nach oben hat. Zum Rückrundenauftakt wartet mit einem Dortmunder Vorort mit GE direkt ein echter Gradmesser im Olympiastadion.