Hertha B.S.C. vs. Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 – 0:1 (0:0)
| Wann? | Samstag, 25.04.2026, 13:00 Uhr |
| Wo? | Olympiastadion Berlin |
| Schiedsrichter: | Dr. Robert Kampka |
| Zuschauer: | 47.280, darunter ca. 4.000 Gäste |

Der Start machte Hoffnung: Bereits in der 2. Minute landete der Ball im Kieler Netz. Brekalo setzte sich stark über links durch und bediente Luca Schuler, der vollendete. Doch die Fahne ging hoch – Abseits. Wieder ein früher Dämpfer.
In der Folge waren unsere Berliner die klar aktivere Mannschaft. Paul Seguin sorgte mit gefährlichen Hereingaben immer wieder für Unruhe, Fabian Reese prüfte Kiel-Keeper Timon Weiner mehrfach. Besonders in der 15. Minute fehlte nur wenig zur verdienten Führung, als Reese nach Ballgewinn in den Strafraum zog und Weiner stark parierte.
Kurz vor der Pause wurde es dann richtig hitzig. Erst verzog Brekalo knapp, dann gab es nach einem Treffer an Linus Gechter im Strafraum Elfmeter für Hertha. Doch erneut meldete sich der VAR – und erneut fiel die Entscheidung gegen uns. Der Strafstoß wurde zurückgenommen. Eine Szene, die im Olympiastadion für großen Unmut sorgte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst gleich. Michał Karbownik leitete mit einem starken Dribbling die nächste große Gelegenheit ein, Schuler setzte den Ball aber knapp vorbei. Wenig später fehlten nur Zentimeter zur Führung: Nach starker Kombination kam Michaël Cuisance zum Abschluss, doch Marko Ivezić rettete auf der Linie.
Und dann kam der Fußball wieder mit seiner brutalsten Seite um die Ecke.
Direkt im Gegenzug nutzte Holstein Kiel einen unsauberen Klärungsversuch unserer Defensive. Der eingewechselte Jonas Therkelsen kam zum Abschluss und traf aus dem Nichts zum 0:1 (63.). Ein Spielverlauf, der aus Hertha-Sicht kaum bitterer hätte sein können.
Unsere Mannschaft versuchte danach alles. Gechter setzte einen Kopfball nach Freistoß über das Tor, und in der Schlussphase hatte Dawid Kownacki den Ausgleich auf dem Kopf. Brekalo fand ihn mit einem feinen Chipball am langen Pfosten – doch der Angreifer köpfte aus kürzester Distanz vorbei. Unglaublich.
So blieb am Ende eine Niederlage, die sich vor allem wegen der Leistung extrem frustrierend anfühlt. Hertha war über weite Strecken die bessere Mannschaft, erspielte sich deutlich mehr Chancen und wurde dennoch nicht belohnt. Kiel dagegen zeigte sich gnadenlos effizient.
Die Leistung unserer Blau-Weißen war keineswegs schlecht – im Gegenteil. Einsatz, Intensität und Spielkontrolle stimmten über lange Phasen. Was fehlte, war die Konsequenz vor dem Tor und vielleicht auch das nötige Spielglück in den entscheidenden Momenten. Dass gleich mehrere VAR-Entscheidungen gegen uns ausfielen, machte die Stimmung zusätzlich hitzig.
Am Ende bleibt eine unnötige Heimniederlage, die weh tut. Jetzt gilt der volle Fokus dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, wo unsere Alte Dame dringend wieder Punkte einfahren muss.