19. Spieltag – Auswärts in Karlsruhe

Karlsruher Sport-Club vs. Hertha B.S.C. – 2:2 (2:1)

Wann?Samstag, 24.01.2026, 13:00 Uhr
Wo?Wildpark, Karlsruhe
Schiedsrichter:Tom Bauer
Zuschauer:32.190 Freunde – davon mindestens 4.500 Herthaner

Der Start verlief alles andere als optimal. Bereits in der 7. Minute nutzte der KSC einen Ballverlust im Mittelfeld, Fabian Schleusener schloss flach aus der Distanz ab und brachte die Gastgeber früh in Führung. Hertha ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und kam nach 20 Minuten zurück: Nach einem Karlsruher Aufbaufehler schaltete Sessa schnell, setzte Reese in Szene und unser Kapitän traf aus spitzem Winkel eiskalt zum Ausgleich.

In der Folge blieb das Spiel offen – mit Vorteilen für Karlsruhe. Ein Pfostentreffer von Förster kündigte es an, kurz darauf schlug Sebastian Jung nach einer Ecke mit einem sehenswerten Distanzschuss zur erneuten KSC-Führung zu. Hertha hatte danach Glück, dass Ernst mehrfach stark parierte, blieb aber selbst gefährlich. Die beste Chance vor der Pause vergab Luca Schuler, der freistehend über das Tor schoss.

Nach dem Seitenwechsel kam die alte Dame deutlich aktiver aus der Kabine. Reese hatte früh Pech mit einem Abschluss, der nur knapp am Aluminium vorbeiging. Karlsruhe blieb zwar bei Kontern gefährlich, doch insgesamt bestimmten unsere Blau-Weißen zunehmend das Geschehen.

Die größte Möglichkeit zum Ausgleich hatte erneut Schuler, der im Eins-gegen-eins an KSC-Keeper Bernat scheiterte. Kurz darauf war es dann aber soweit: Der eingewechselte Dudziak wurde von Reese stark in Szene gesetzt und blieb im Strafraum cool – 2:2 in der 79. Minute.

In der Schlussphase verteidigte Karlsruhe tief, Hertha suchte den Siegtreffer, ohne das letzte Risiko zu erzwingen. In der Nachspielzeit musste Karbownik noch einen gefährlichen Konter klären, dann war Schluss.

Abseits des sportlichen Geschehens setzte der Nachmittag in Karlsruhe auch ein bemerkenswertes Zeichen auf den Tribünen. Nach dem Angriff der Polizei auf die Ostkurve zeigten die Karlsruher Fans ihre Solidarität mit den Hertha-Anhängern. Die seit vielen Jahren bestehende Fanfreundschaft zwischen beiden Lagern wurde damit einmal mehr sichtbar.

In einer angespannten Situation stand der Zusammenhalt im Vordergrund. Dieses respektvolle Verhalten unterstreicht den besonderen Charakter der Verbindung beider Fanszenen und verdient aus Hertha-Sicht ausdrückliche Anerkennung.

Defensiv nicht immer sattelfest, offensiv mit guten Phasen und viel Einsatz: Hertha kam zweimal nach Rückstand zurück und belohnte sich zumindest mit einem Punkt. Der vierte Remis in Serie sorgt zwar nicht für Euphorie, zeigt aber die Stabilität der Mannschaft. Weiter geht es am kommenden Sonntag im Olympiastadion gegen den SV Darmstadt 98 – dann hoffentlich mit dem nächsten Schritt nach vorn.