Hertha B.S.C. vs. SC Freiburg – 5:6 n. E. (0:0)
| Wann? | Dienstag, 10.02.2026, 20:45 Uhr |
| Wo? | Olympiastadion Berlin |
| Schiedsrichter: | Patrick Ittrich |
| Zuschauer: | 56.743 |

Die Partie startete direkt mit einem emotionalen Aufreger: In der 7. Minute netzte Fabian Reese nach einer Ecke zur vermeintlichen Führung ein. Doch der VAR griff ein – Abseits. Eine knappe Entscheidung, die dem Spiel früh die Richtung hätte geben können. Freiburg blieb gefährlich, doch auf Tjark Ernst war Verlass. Mehrfach rettete unser Keeper stark, unter anderem gegen Derry Scherhant (20., 41.). Offensiv setzten wir Nadelstiche: Marten Winkler nach starkem Ballgewinn (29.), Michaël Cuisance mit einem Versuch aus der Drehung (44.) und Linus Gechter per Kopf kurz vor der Pause – es fehlten jeweils Zentimeter.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein umkämpftes Pokalspiel. Toni Leistner verlängerte eine Cuisance-Ecke gefährlich (67.), auf der Gegenseite warfen sich unsere Verteidiger in jeden Abschluss. Vincenzo Grifo verzog knapp (70., 90.), ein später Freistoß in der Nachspielzeit sorgte noch einmal für Herzklopfen – doch es blieb beim 0:0 nach 90 Minuten.
Die Verlängerung begann bitter. Nachdem Cuisance noch an Freiburgs Keeper scheiterte (95.), nutzte Yuito Suzuki ein Missverständnis im Aufbauspiel eiskalt aus (96.). Ein Gegentor, das schmerzte – gerade weil wir zuvor so stabil standen. Doch diese Mannschaft zeigte Moral. In der 104. Minute war es unser Kapitän Fabian Reese, der zentral zum Abschluss kam und den viel umjubelten Ausgleich erzielte. Diesmal zählte das Tor – und das Stadion explodierte. Wir blieben dran, hatten durch Cuisance sogar die Chance auf die Führung (109.), doch sein Schuss rauschte knapp vorbei.
Im Elfmeterschießen entwickelte sich das nächste Drama. Reese, Schuler, Brekalo und Seguin trafen sicher, Tjark Ernst hielt stark gegen Manzambi – doch am Ende waren es zwei vergebene Versuche von Cuisance und Pascal Klemens, die den Ausschlag gaben. Suzuki verwandelte den entscheidenden Strafstoß zum 5:6 aus unserer Sicht.
Es war ein leidenschaftlicher, intensiver Pokalabend, bei dem Kleinigkeiten entschieden haben. Wir waren auf Augenhöhe mit einem Bundesligisten, haben gefightet, Moral bewiesen und bis zum letzten Elfmeter alles reingeworfen.
So bitter das Aus ist – auf diese Leistung lässt sich aufbauen. Schon am Samstag wartet in der Liga das nächste Heimspiel gegen Hannover 96. Dann gilt es, die Enttäuschung in Energie umzuwandeln und die nächsten drei Punkte zu holen.
Ha Ho He.