Hertha B.S.C. vs. Hannover 96- 2:2 (2:1)
| Wann? | Samstag, 14.02.2026, 13:00 Uhr |
| Wo? | Olympiastadion Berlin |
| Schiedsrichter: | Lars Erbst |
| Zuschauer: | 41.788, darunter ca. 7.000 Gäste |
Die Partie begann denkbar ungünstig. Hannover wagte sich in der 8. Minute erstmals nach vorne – und traf direkt. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld drückte Boris Tomiak die Hereingabe am zweiten Pfosten über die Linie. 0:1. Unsere Jungs bemühten sich um Kontrolle, doch die Gäste blieben gnadenlos effektiv. In der 29. Minute kombinierten sie sich über Yokota und Aséko stark durch, Benjamin Källman vollendete aus kurzer Distanz zum 0:2. Ein Nackenschlag. Kurz vor der Pause hatten wir unsere besten Momente: Fabian Reese setzte Brekalo sehenswert ein, doch Hannovers Keeper Nahuel Noll parierte stark. Auch eine scharf getretene Ecke von Michaël Cuisance brachte nichts ein. Es fehlte das Quäntchen Durchschlagskraft – und vielleicht auch das nötige Spielglück.
Nach dem Seitenwechsel zeigte unsere Mannschaft eine andere Körpersprache. Reese prüfte Noll früh aus der Distanz. In der 53. Minute dann die verdiente Belohnung: Aséko traf Linus Gechter im Strafraum – Elfmeter. Reese übernahm Verantwortung und verwandelte souverän zum 1:2. Das Stadion war da. Hertha drückte weiter. Nach einer Ecke kam erneut Reese am zweiten Pfosten zum Abschluss, doch der Ball wollte nicht rein. Auf der Gegenseite musste Tjark Ernst in höchster Not gegen Saad retten – eine überragende Parade. Und dann kam die kalte Dusche: In der 71. Minute spielte ausgerechnet Aséko von links scharf in die Mitte, der eingewechselte Noah Weißhaupt schob unbedrängt zum 1:3 ein. Zu einfache Gegentor, zu wenig Zugriff. Trotz des erneuten Rückschlags steckte unsere Mannschaft nicht auf. Karbownik setzte Reese stark in Szene, doch unser Kapitän verzog knapp. Julian Eitschberger verpasste kurz darauf ebenfalls nur um Zentimeter. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal wild: Nach einem Freistoß legte Grønning quer, Eitschberger drückte den Ball zum 2:3 über die Linie (90.+2). Hoffnung keimte auf. In der 90.+6 hatte Eitschberger per Kopf sogar noch den Ausgleich auf dem Kopf – doch erneut war Noll zur Stelle. Dann war Schluss.
Hertha zeigte Moral, besonders nach dem Seitenwechsel. Doch erneut waren wir in den entscheidenden Momenten nicht wach genug. Hannover agierte abgezockt, effizient und nutzte unsere Fehler konsequent aus. Zwei starke Offensivphasen reichen gegen ein Spitzenteam nicht, wenn man defensiv zu viele Räume anbietet. Positiv bleibt: Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben. Reese übernahm Verantwortung, Eitschberger setzte späte Akzente. Aber am Ende zählen Punkte – und die gingen an die Gäste.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Schon am kommenden Sonntag wartet mit dem Auswärtsspiel beim SC Paderborn 07 die nächste Aufgabe gegen ein Team aus den Top 6. Eine schwere, aber auch richtungsweisende Partie.