23. Spieltag – Auswärts in Paderborn

SC Paderborn 07 vs. Hertha B.S.C. – 5:2 (3:1)

Wann?Sonntag, 23.02.2026, 13:30 Uhr
Wo?Stadion, Paderborn
Schiedsrichter:Frank Willenborg
Zuschauer:14.736 – davon ca. 1.600 Herthaner

Der Beginn gehörte klar den Gastgebern. In der 7. Minute bekam Raphael Obermair auf links zu viel Raum und flankte präzise in die Mitte, wo Sebastian Klaas zur Führung einschob. Nach 20 Minuten erhöhte Tjark Scheller nach einem Eckball auf 2:0 – auch eine dreiminütige VAR-Überprüfung (abschaffen!!!) änderte nichts am Treffer.

Hertha zeigte Moral und kam in der 39. Minute sehenswert zurück ins Spiel. Paul Seguin schickte Marten Winkler auf die Reise, der mustergültig auf Luca Schuler querlegte. Unser Mittelstürmer vollendete mit der Hacke – ein echtes Traumtor und der verdiente Anschluss.

Kurz vor der Pause hatten wir sogar etwas Glück, als Paderborn zwei große Chancen ungenutzt ließ. Doch in der Nachspielzeit fiel dann doch noch das 3:1: Ein zunächst geblockter Abschluss landete bei Nick Bätzner, der aus kurzer Distanz traf. Ein bitterer Nackenschlag unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff.

Nach Wiederbeginn keimte kurz Hoffnung auf. Ein Eigentor von Pascal Klemens wurde wegen Abseits aberkannt, wenig später klatschte ein abgefälschter Reese-Schuss an den Pfosten (59.). Es wäre der mögliche Anschluss gewesen.

Stattdessen entschied Paderborn die Partie binnen weniger Minuten. Nach einem langen Ball verschätzte sich unsere Defensive, Stefano Marino ging im Duell mit Tjark Ernst zu Boden – Schiedsrichter Frank Willenborg entschied sofort auf Elfmeter. Mika Baur verwandelte zum 4:1 (65.). Nur drei Minuten später erhöhte erneut Obermair auf 5:1.

Immerhin: Unsere Mannschaft steckte nicht auf. In der 70. Minute erzielte Josip Brekalo nach einer Reese-Flanke per Direktabnahme sein erstes Tor im Hertha-Trikot – ein kleiner Lichtblick in einer insgesamt enttäuschenden Partie. In der Nachspielzeit verhinderte die Latte nach Kopfball von Sebastian Grønning sogar noch eine Ergebniskosmetik.

Unterm Strich steht eine klare Niederlage, die vor allem durch Standardsituationen, individuelle Fehler und eine schwache Phase rund um die 65. Minute zustande kam. Offensiv blitzte unsere Qualität immer wieder auf – das Hackentor von Schuler und Brekalos Premierentreffer sind Belege dafür. Defensiv jedoch waren wir nicht stabil genug, um in Paderborn zu bestehen. Jetzt gilt es, die Partie sauber aufzuarbeiten und den Blick nach vorne zu richten: Am kommenden Sonntag empfangen wir den 1. FC Nürnberg im Olympiastadion.