34. Spieltag – Auswärts in Bielefeld

DSC Arminia Bielefeld vs. Hertha B.S.C. – 6:1 (0:1)

Wann?Sonntag, 17.05.2026, 13:30 Uhr
Wo?Bielefelder Alm
Schiedsrichter:Konrad Oldhafer
Zuschauer:26.750 (ausverkauft) – davon 2.791 Herthaner

Unsere Alte Dame erwischte einen mutigen Start. Bereits nach einer Minute bot sich Berner die große Chance zur frühen Führung, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend verwerten. Anschließend übernahm Bielefeld zunehmend die Kontrolle, scheiterte aber immer wieder an einem überragenden Tjark Ernst. Besonders seine Paraden gegen Christopher Lannert und Marius Wörl verhinderten zunächst den Rückstand. Mitten in die Drangphase der Gastgeber schlugen wir eiskalt zu. Nach einem Freistoß blieb der Angriff am Leben, Julian Eitschberger flankte präzise von rechts und Linus Gechter köpfte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (37.). Die Führung war vor allem einer disziplinierten Defensivleistung und einem starken Ernst zu verdanken.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch schlagartig. Bereits in der 49. Minute glich Joel Grodowski mit einem sehenswerten Abschluss aus. Nur wenig später schnürte derselbe Spieler nach einem Freistoß den Doppelpack und drehte die Partie (60.). Unsere Mannschaft verlor anschließend völlig den Zugriff. Janne Berner musste verletzt ausgewechselt werden, während Bielefeld die entstandenen Räume konsequent nutzte. Monju Momuluh erhöhte nach einem schnellen Umschaltmoment auf 3:1 (65.), ehe Stefano Russo den Abpraller einer weiteren Ernst-Parade zum 4:1 verwertete (74.). Auch in der Schlussphase fanden wir keine Antworten mehr. Vor ausverkaufter Kulisse legten Jannik Telalović (90.+2) und Roberts Uldriķis (90.+6) nach und sorgten für ein Ergebnis, das den Spielverlauf der ersten Halbzeit kaum noch widerspiegelte.

Die erste Halbzeit machte durchaus Hoffnung. Hertha verteidigte leidenschaftlich, ging effizient in Führung und hatte mit Tjark Ernst einen starken Rückhalt. Nach der Pause folgte jedoch ein kompletter Leistungseinbruch. Die Ordnung ging verloren, individuelle Fehler häuften sich und Bielefeld nutzte nahezu jede Gelegenheit konsequent aus.

Das 1:6 fällt in der Höhe schmerzhaft aus und hinterlässt einen bitteren Eindruck zum Saisonabschluss. Dennoch sollte diese zweite Halbzeit nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft in der ersten Hälfte gezeigt hat, welches Potenzial in ihr steckt. Nun gilt es, die Sommerpause zur Aufarbeitung zu nutzen und mit neuer Energie in die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit zu starten.