Hertha B.S.C. vs. SpVgg Greuther Fürth – 2:1 (0:0)
| Wann? | Sonntag, 10.05.2026, 13:30 Uhr |
| Wo? | Olympiastadion Berlin |
| Schiedsrichter: | Michael Bacher |
| Zuschauer: | 44.621, darunter ca. 1.250 Gäste |
Was für ein Auftritt zum letzten Heimspiel der Saison!
Die Gäste hatten zunächst die erste Gelegenheit, doch Noel Futkeu verzog früh aus guter Position. Anschließend übernahm Hertha zunehmend die Kontrolle und jubelte in der 26. Minute bereits über die vermeintliche Führung. Nach einer Reese-Flanke traf Michaël Cuisance sehenswert ins lange Eck – wegen einer knappen Abseitsstellung wurde der Treffer jedoch zurückgenommen. Kurz darauf folgte die spielentscheidende Szene der ersten Halbzeit – allerdings gegen uns. Nach einer eigenen Ecke liefen die Fürther einen Konter, den Josip Brekalo als letzter Mann nur noch mit einem Foul stoppen konnte. Schiedsrichter Michael Bacher zeigte folgerichtig die Rote Karte (32.). Den anschließenden Freistoß setzte Felix Klaus an die Latte, ehe unsere Mannschaft kurz vor der Pause noch eine weitere Großchance der Gäste überstand.
Trotz Unterzahl kam Hertha mutig aus der Kabine – und belohnte sich. In der 54. Minute leitete Cuisance den Angriff ein, Fabian Reese behielt auf der linken Seite die Übersicht und legte perfekt für Kennet Eichhorn auf. Unser Youngster ließ zwei Gegenspieler stehen und schob eiskalt zur viel umjubelten Führung ein. Fürth drängte anschließend auf den Ausgleich, doch unsere Defensive arbeitete aufopferungsvoll. Immer wieder warfen sich die Berliner in Schüsse oder verteidigten kompromisslos. Sechs Minuten vor Schluss folgte der Höhepunkt des Abends. Michał Karbownik trieb den Ball nach vorne und fand Cuisance im Zentrum. Unsere Nummer 10 fackelte aus rund 20 Metern nicht lange und hämmerte den Ball unhaltbar unter die Latte – ein absolutes Traumtor zum 2:0. Der Anschlusstreffer von Futkeu in der 88. Minute machte die Schlussphase zwar noch einmal spannend, doch Hertha stemmte sich mit allem gegen den Ausgleich. Toni Leistner warf sich in bester Leistner-Manier in jeden Ball, während Tjark Ernst mit einer starken Parade gegen Branimir Hrgota den Sieg festhielt.
Das Spiel war ein Paradebeispiel für Leidenschaft und Zusammenhalt. Nach der frühen Roten Karte hätte die Partie leicht kippen können, stattdessen zeigte Hertha eine kämpferische und disziplinierte Leistung. Eichhorn krönte seinen starken Auftritt mit dem Führungstreffer, Cuisance glänzte mit einem Traumtor und auch die Defensive verdiente sich ein Sonderlob für ihren unermüdlichen Einsatz.
Vor 44.621 Fans verabschiedete sich die Alte Dame mit einem verdienten Heimsieg aus dem Olympiastadion. Nun gilt der Fokus dem letzten Saisonspiel bei DSC Arminia Bielefeld – mit der Mentalität aus diesem Abend ist dort zum Abschluss noch einmal alles möglich.